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Projekte und Exkursionen

Die Ausbildung in der Schule für Sozialbetreuungsberufe ist besonders praxisorientiert. Deshalb sind zahlreiche Projekte und Exkursionen wichtiger Bestandteil des Schulalltags.

 

Aktivierung und kreatives Gestalten

Schulklasse beim Kreativen Gestalten

Maltechniken, Instrumentenbau, Arbeiten mit Ton: Das Fachgebiet „Aktivierung und kreatives Gestalten“ stellt einen wichtigen Bestandteil der Fachausbildung dar. Das Erkunden von Bildnerischen Techniken und Werk-Materialien ist ein Teil dessen: Hierbei geht es nicht nur um das Kennenlernen verschiedener Mal- oder Werktechniken, sondern auch um die Förderung der eigenen Kreativität, um die Freude am eigenen Tun und auch die Freude am fertigen Produkt. Denn erst bewusste Selbsterfahrung bietet die Grundlage dafür, anderen Menschen kreative Ausdrucksmöglichkeiten anzubieten.

Besuch im Bundesblindeninstitut

Studierende mit Augenbinden erkunden die Umgebung

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg bietet einen Workshop an, der versucht, Studierenden die Welt blinder und sehbehinderter Menschen näher zu bringen. Eine besondere Lernerfahrung, welche die Sinne voll beansprucht, ist das „Frühstück im Dunkeln“. Zwei blinde MitarbeiterInnen des Bundesblindeninstituts frühstücken gemeinsam mit der Studierenden-Gruppe in einem völlig dunklen Raum. Im Dunkeln zu frühstücken bekommt eine neue Qualität und lässt durch den Perspektivenwechsel vielleicht ein wenig die Welt blinder und sehbehinderter Menschen erahnen, die sich laufend an eine visuelle Gesellschaft anpassen müssen.

Exkursion Erlebnispädagogik

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Wegloses Waldgelände, ein Bach mit Wasserfall, Felsen und allerlei kleines und größeres Getier: Das perfekte Umfeld, um den fachlichen Ansatz  „Systemische Erlebnispädagogik“  auf der Basis von Eigenerfahrung kennenzulernen. Klassen des Ausbildungsschwerpunktes Behindertenbegleitung bewegen sich einen Tag lang durch elementare Erfahrungen: Naturerlebnis, persönliche Befindlichkeit und die Reflexion der sozialen Gruppenprozesse standen dabei im Focus. Das Motto: Im Wenigen Vieles entdecken.

Fotorallye

Studierende beim Fotografieren

Die Fotorallye stellt eine sehr ansprechende Übung innerhalb der Outdoor-Pädagogik dar: Das Besondere an dieser Übung ist die Verbindung von Naturwahrnehmung, Beobachtung und Selbstreflexion (wo sollte/könnte ich in meinem Leben Perspektiven ändern?). Aufgabe war es, Naturobjekte bzw. Gegenstände in der Gruppe ausfindig zu machen und auf einer selbst gefertigten Karte zu markieren.

In der Reflexionsrunde ging es dann unter andern um folgende Fragestellungen: Aus welcher Perspektive heraus wurde das Foto gemacht? Auch wenn ich zuerst nicht erkenne (auch auf der Metaebene zu sehen) – wenn ich nur einen Schritt mache, ändert sich die Perspektive bzw. Situation und ein Erkennen wird möglich. Was macht es mit mir, wenn ich etwas erkenne? Wie kann ich dies auf Alltagssituationen in meinem Praxisfeld übertragen?

Lehrenden-Team-Tage

Lehrende beim Floss bauen

„Neue Wege beschreiten“, auch wenn diese mal nicht über Land sondern über Wasser führen - das wollen auch wir Lehrende. Wir profitieren von modernen erlebnispädagogischen und gruppendynamischen Aktivitäten und bleiben damit fachlich und atmosphärisch „auf Kurs“. Diese Bereitschaft zum Experimentieren muten wir auch unseren Studierenden zu, verbunden mit der Freude, die das Bestehen „neuer Abenteuer“ bringt.

Exkursion Life-Tool

Studierende probieren Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung aus

Die Diplomklasse Behindertenbegleitung erhielt im Rahmen einer Exkursion zu Lifetool nach Linz viele Einblicke in die computerunterstützte Kommunikation für Menschen mit Behinderung. An diesem Tag durfte nicht nur aufmerksam zugehört werden, sondern es bestand auch die Möglichkeit verschiedenste Hilfsmittel für die Unterstützte Kommunikation auszuprobieren. Die dabei gemachten Erfahrungen boten wieder Anregungen für die Umsetzung in der Praxis.

Exkursion Mal- und Gestalttherapie

Studierende bei Maltherapie

Die Diplomklasse Behindertenbegleitung hat im Frühling 2013 im Rahmen ihrer Ausbildung den Mal- und Gestalttherapeuten Ferdinand Reisenbichler in Steyrermühl besucht. Dort erwartete sie ein spannender, abwechslungsreicher Tag, der Gefühl und Geist ansprach und auch forderte. Herr Reisenbichler schaffte es durch seine offene, ungezwunge Art, Einblick in seine Arbeit im Atelier mit Menschen mit Behinderung zu geben. Durch die verschiedensten Übungen wurde wieder einmal deutlich, wie wichtig die Beziehungsebene in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen ist und welche Möglichkeiten es in der Mal- und Gestalttherapie gibt.

Slacklinen

Studierende beim Slacklinen

Slacklinen ist nicht nur ein Trend; mit Hilfe von gezielten Aufgabenstellungen können soziale Erfahrungen ermöglicht werden, die eine Analogie zum Arbeitsalltag bilden: Anhand der Übung wurden Fragen aufgeworfen wie: Was schaffe ich alleine, und wobei brauche ich Hilfe? Wie formuliere ich meine Bedürfnisse so, dass sie auch wahrgenommen werden? Wie delegiere ich Aufgaben? Neben der Schulung der sozialen Kompetenz kam natürlich auch das Bedürfnis nach Spaß und Ausgleich nicht zu kurz.

Theaterpädagogik im Steintheater Hellbrunn

Studierende im Steintheater Hellbrunn

Welche Wirkungsweisen können theaterpädagogischer Arbeit zugeschrieben werden? An erster Stelle steht die persönliche Entwicklung und Entfaltung des Individuums: Es geht um die Förderung der jeweils individuellen körperlichen, emotionalen, sprachlich-kognitiven sowie kreativen Fähigkeiten. Gleichzeitig geht es immer auch um die Weiterentwicklung der Sozialkompetenz, um die Förderung von Dialog und Kommunikation. Hierbei wird die Steigerung des Empathievermögens durch das Hineinleben in andere Rollen sowie durch das Spielen mit anderen erreicht. 

Turmbau zu Babel

Projekt Turmbau zu Babel

Im Rahmen der Einführungstage zur Ausbildung Fachsozialbetreuung Behindertenbegleitung konnten die Studierenden anhand der Praxisübung "Turmbau zu Babel" verschiedene Formen der körperlichen Beeinträchtigung über mehrere Stunden erleben und sich über die dabei gesammelten Erfahrungen austauschen. Sehr schnell wurden spezifische Bedürfnisse deutlich und mögliche Erfahrungen von  Menschen mit Beeinträchtigung konnten differenziert diskutiert werden.

Einführungstage

Dass ein gutes zwischenmenschliches Klima die kooperativen Kräfte innerhalb eines Arbeitsteams weckt, ist allgemein bekannt. Viele Unternehmen setzen auf teambildende Maßnahmen außerhalb des Betriebsortes. Auch die Schule für Sozialbetreuungsberufe im Diakoniewerk Salzburg fördert die positiven Effekte einer gelungenen Gruppenbildung: Zum Start der Ausbildung finden sich die ersten Klassen aus den Bereichen Behindertenbegleitung und Altenarbeit auf der Schwarzenbergalm zum Kennenlernen ein, und um erste praktische und theoretische Einblicke in ihre Ausbildung zu bekommen. Die Studierenden setzen sich zwei Tage lang mit vielfältigen Aufgabenstellungen auseinander und kommen dabei sehr schnell miteinander in Kontakt – so beginnt das erste Ausbildungsjahr zwar etwas „untypisch“, dafür aber mit viel Spaß und Schwung. 

Freiwilligenarbeit

Entlang der Fragestellung „wie Mitarbeiter/innen im Sozialbereich hinsichtlich der Koordination und Begleitung von Freiwilligenarbeit optimal zu qualifizieren sind?“ haben wir - unterstützt von der Europäischen Union und in Zusammenarbeit mit fünf Partnerorganisationen aus Deutschland, Polen, Estland und Lettland - ein EU-zertifiziertes Curriculum zur Ausbildung zum/zur Freiwilligenkoordinator/in erarbeitet. Im Rahmen der Ausbildung zum/zur Diplomsozialbetreuer/in für Altenarbeit und Behindertenbegleitung haben wir erstmals im Jahr der Freiwilligenarbeit 2011 das gesamte Curriculum in die Ausbildung integriert, sodass unsere Absolventen/innen neben dem Diplomabschluss auch ein EU-Zertifikat als Freiwilligenkoordinator/in erhalten.