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Aktuelles aus dem Diakoniewerk

 
14.03.2017

Fokus Rumänien: Gesprächs- und Informationsabend am 5. April in Salzburg

Mit einer Tagesbetreuung in Dumbrăveni und einer in Sebeş setzt das Diakoniewerk seit knapp zwei Jahren gemeinsam mit Partnern auf Bildung und Unterstützung vor Ort, um Kindern und Familien neue Wege zu eröffnen. Am Mittwoch, 5. April bringt das Diakoniewerk die bisherigen Erfahrungen nach Österreich.

SALZBURG/GALLNEUKIRCHEN. Auch zehn Jahre nach dem EU-Beitritt und trotz demokratischer Wende ist Rumänien noch immer eines der ärmsten Länder Europas. Viele Familien sind auf staatliche Unterstützung angewiesen, es fehlt ihnen vielfach an Beschäftigung und Einkommen. Jedes zweite Kind lebt hier in Armut. Kinder, die in prekären Verhältnissen aufwachsen, schaffen oftmals keinen Bildungsabschluss. Wer kann, geht weg. Mehr als drei Millionen Menschen haben auf der Suche nach Arbeit bereits das Land verlassen.

Mit der Schaffung je einer Tagesbetreuung in Dumbrăveni und einer in Sebeş wurde vom Diakoniewerk, gemeinsam mit Partnern, im Juli 2015 ein Angebot für Kinder aus sozial benachteiligten Familien geschaffen. Mit gezielter schulischer Förderung und Entwicklung der sozialen Kompetenz soll ein kleiner Schritt in eine bessere Zukunft für bessere berufliche Chancen vor Ort gesetzt werden.

Das Diakoniewerk lädt am 5. April zum Gesprächs- und Informationsabend „Lebensfreude – auch in großer Armut. Hoffnung für Kinder in Rumänien“ ein.

Wann: Mittwoch, 5. April 2017 um 19 Uhr
Wo: Diakoniewerk Salzburg, Veranstaltungssaal (5026 Salzburg, Guggenbichlerstraße 20)
Eintritt frei!

Im Gespräch mit Mag.a Eva Hammerer (Salzburger Nachrichten):
Ana Palcu und Eva Gyerko (Leitung der Projekte in Rumänien) berichten von ihren Erfahrungen und Erfolgen in der Begleitung der betroffenen Kinder und Familien vor Ort.
MMag. Michael König (Geschäftsführer Diakoniewerk Salzburg; Mitbegründer der Salzburger Plattform „Armut hat Platz“) skizziert, wie diese Projekte zu einem „Lernort für Salzburg“ werden.

Zu den Projekten:
Projekt „L.I.F.T.“ in Dumbrăveni
Gestartet wurde das Projekt im Juli 2015 in Räumlichkeiten der Schule. Seit Mitte 2016 werden bis zu 25 Kinder aus sehr armen Familien, vorwiegend aus der Volksgruppe der Roma,  in einem neu adaptierten Haus in Dumbrăveni begleitet. „Lernen.Integration.Förderung.Tagesstruktur“ (kurz L.I.F.T.) wird von Stadt und Land Salzburg, dem Roten Kreuz und Caritas Salzburg, Stift St. Peter und den Salzburger Festspielen sowie von den Salzburger Nachrichten federführend unterstützt.

Tagesbetreuung „Eine Chance für die Schule“ in Sebeş
Bis zu 15 Kinder aus sozial benachteiligten Familien besuchen das Angebot in Sebeş, welches im Juli 2015 am Standort der Sozialberatungsstelle des Diakoniewerks seinen Anfang nahm. Seit Sommer 2016 ist die Tagesbetreuung in einem eigenen, gemieteten Haus, dem Platzbedarf entsprechend untergebracht. „Eine Chance für die Schule“ wird vom Land OÖ und Land Tirol finanziell gefördert.

Neben klassischen schulischen Inhalten, die den Verbleib in der Schule ermöglichen und fördern, wird in den beiden Tagebetreuungen auch soziokulturelles Wissen vermittelt und die Entwicklung sozialer Kompetenz wesentlich unterstützt.

Hintergrundinformation: Auslandsengagement des Diakoniewerks
Das Diakoniewerk ist bereits seit 2007 als gemeinnütziger Verein in Rumänien aktiv und betreibt in Sibiu und Sebeş je eine Werkstätte für Menschen mit Behinderung, wo insgesamt 30 Menschen mit Behinderung täglich einer sinnvollen und sinngebenden Beschäftigung nachgehen und dadurch Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe erfahren. In Sebeş wird darüber hinaus mit einer Sozialberatungsstelle sowie einer ambulanten Hilfe (seit 2011) individuelle Unterstützung zuhause angeboten, ergänzt durch einen Verleih von Pflegehilfsmitteln. 2013 entstanden integrative Beschäftigungsangebote für 5 Menschen mit Behinderung bei Transilvania Pack&Print. Eine Werkstätte in Şelimbăr ist in Vorbereitung.
Mit dem Engagement über die eigenen Landesgrenzen hinaus will das Diakoniewerk, als innovatives Unternehmen im Sozial- und Gesundheitsbereich, vor allem Menschen, die sozial benachteiligt sind, ein Leben inmitten der Gesellschaft ermöglichen. Dabei sieht sich das Diakoniewerk, mit einer mehr als 140-jährigen Geschichte in der Begleitung von Menschen in Notlagen, als beratender Partner sowie als sozialer Träger von Angeboten vor Ort. Know-how-Transfer und gegenseitiges partnerschaftliches Lernen voneinander sind dem Diakoniewerk dabei wichtig.


Foto:
Andreas Brandl/ Abdruck honorarfrei

Rückfragen:
Mag.a Daniela Scharer, MBA
Kommunikation & PR
Diakoniewerk (Zentrale)
Telefon 07235 63 251 128
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